Schlagwort-Archiv: Pflege

Auszeit von der Pflege

(ots) – Mit Beginn dieses Jahres ist die Pflegereform in Kraft getreten, die pflegenden Angehörigen etwas mehr Geld und mehr Möglichkeiten bringt, sich zu erholen. „Pflegende Angehörige sind häufig hoch belastet und im Durchschnitt kränker als der Rest der Bevölkerung“, sagt die Sozialgerontologin Dr. Hanneli Döhner von „wir pflegen“, einem Interessenverband betreuender Familienmitglieder, in der „Apotheken Umschau“. Allerdings:

Die Gesetze zur Pflege sind kompliziert und unübersichtlich: Verhinderungspflege, Tages-, Nacht- oder Kurzzeitpflege, Pflegeschulungen zu Hause, unterschiedlichste Erstattungsbeträge – Angehörige sollten sich direkt an ihre Pflegekasse wenden und klären, was für sie in Frage kommt. Auskunft erteilen auch Berater von kommunalen Stellen, Verbraucherzentralen, die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände und die Mitarbeiter der Pflegestützpunkte.

Alarmsignal Impotenz

(ots) – Nahezu jeder zweite Mann über 60 Jahre leidet an Erektionsstörungen, deren Ursache vor allem Gefäßprobleme sind. Deshalb gilt Impotenz als Warnsymptom für gefährliche Durchblutungsstörungen – sie zeigt sich oft an der nachlassenden Manneskraft zuerst.

Die Rate an Herz- und Hirninfarkten könnte um 20 Prozent gesenkt werden, wenn jeder Mann mit Potenzstörungen sich auf diese Risiken durchchecken lassen würde, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Urologen aus Texas (USA). „Wer an Potenzstörungen leidet, sollte daher unbedingt Herz und Gefäße checken lassen“, rät Dr. Erhard Siegel, Chefarzt am St. Josefskrankenhaus in Heidelberg.

Pflege im Akkord

"Cornelia Schmitt telefoniert: Die Patientin beruhigen und nebenbei noch telefonieren. Multitasking ist Alltag für Cornelia Schmitt, Pflegebereichsleiterin auf der inneren Station.Foto: ZDF
„Cornelia Schmitt telefoniert: Die Patientin beruhigen und nebenbei noch telefonieren. Multitasking ist Alltag für Cornelia Schmitt, Pflegebereichsleiterin auf der inneren Station.Foto: ZDF

Je älter die Deutschen werden, desto mehr Pflegepersonal müsste es in Krankenhäusern geben – stattdessen gibt es immer weniger. Wie gehen Krankenpfleger mit den größer werdenden Belastungen in ihrem Beruf um? Damit beschäftigt sich die „37°“-Dokumentation „Pflege im Akkord“ am Dienstag, 19. Mai 2015, 22.15 Uhr, im ZDF. Der Film von Iris Pollatschek begleitet Frank, Christina und Cornelia in ihrem anstrengenden Alltag und fragt, wie sich der tägliche Balanceakt zwischen „Zeitdruck und Zuwendung“ auf sie auswirkt und was diese Entwicklung für unsere Gesellschaft bedeutet.

Frank Möbus ist seit 24 Jahren Krankenpfleger auf der Krebsstation. Immer wieder ist er mit dem Tod konfrontiert. Das muss man aushalten können. „Ich würde es immer wieder tun, denn Zuwendung ist für die Patienten wichtig.“ Und dafür braucht Frank Zeit. Zeit, die nicht mehr da ist im Krankenhausbetrieb.

Auch die 35-jährige Krankenschwester Christina Carneiro spürt den immer größer werdenden Zeitdruck bei ihrer Arbeit. Und obwohl sie versucht, dagegen zu steuern, kann sie oft nach Feierabend nicht sofort abschalten.

Cornelia Schmitt, 51 Jahre alt, ist seit 35 Jahren Krankenschwester. Trotz des Drucks liebt Cornelia ihren Job noch immer. „Pflege ist schön, aber nicht, wenn man durch den Dienst hetzt.“ Manchmal aber stößt sie einfach an ihre Grenzen: „Mir standen auch schon die Tränen Oberlippe Unterkante.“

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