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Unnötige radiologische Untersuchungen vermeiden

Auch sehr niedrige Belastungen durch Röntgenstrahlen und Radioaktivität können Blutkrebs verursachen. Das ergab eine Studie an über 300 000 Angestellten von Atomkraftwerken. Jede zusätzliche Dosis von zehn Millisievert erhöht demnach das Erkrankungsrisiko um relative drei Prozent, berichtet die „Apotheken Umschau“. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, keine unnötigen radiologischen Untersuchungen durchzuführen.

Auch nach den Wechseljahren zur Krebsvorsorge

(ots) – Viele Frauen jenseits des sechzigsten Lebensjahres glauben, es lohne sich für sie nicht mehr, regelmäßig zur Vorsorge zum Frauenarzt zu gehen. Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Uni-Frauenklinik Dresden, bemüht sich, mit dieser Vorstellung aufzuräumen. „Warten Sie nicht, bis Sie Beschwerden haben“, rät sie den Frauen im Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“. Frauen nach den Wechseljahren sollten sich alljährlich beim Frauenarzt untersuchen lassen.

Mit einem Zellabstrich vom Muttermund etwa lässt sich ein Gebärmutterhalskrebs zu einem hohen Prozentsatz früh erkennen. Andere Krebsarten des Unterleibes treten sogar bevorzugt im höheren Alter auf. Tumoren des Gebärmutterkörpers und der Eierstöcke haben ein mittleres Erkrankungsalter von 69 Jahren, der seltenere Schamlippenkrebs sogar von 72 Jahren. Gemeinsam ist diesen Krebsarten, dass sie bei rechtzeitiger Entdeckung gut behandelbar sind.

Krebsdiäten ohne Nutzen: Ausgewogene Ernährung ist wichtig

In Deutschland leben etwa 1,45 Millionen Menschen mit Krebs. Häufig möchten Patienten die Therapie durch eigene Maßnahmen unterstützen und es kommt die Frage nach einer bestimmten Diät auf. Ob solche Krebsdiäten sinnvoll sind, thematisierte das zweite Patientenforum „Leben mit Krebs – was kann ich selbst tun?“ der Techniker Krankenkasse (TK). Karen Walkenhorst, Leiterin des Versorgungsbereichs der TK, erklärt dazu: „Das Patientenforum ist ein Baustein unseres umfangreichen Informationsangebots für Krebspatienten. Die TK baut dieses Angebot zu einer regelmäßigen Informationsreihe aus.“

Dr. Jutta Hübner von der Deutschen Krebsgesellschaft zeigte in ihrem Vortrag: Es gibt keine sinnvolle Krebsdiät. „Studien bestätigen, dass spezielle Diäten keinen Vorteil für das Überleben von Krebspatienten haben“, so die Onkologin Hübner und ergänzt: „Auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel überflüssig.“ Betroffene sollten ausgewogen essen und auf eine ausreichende Zufuhr von Kohlenhydraten, Vitaminen, Eiweißen und Fetten achten. Gegen den moderaten Verzehr von Fleisch gibt es auch keine Einwände, davon ausgenommen: Gepökeltes oder rotes Fleisch und tierische Fette.

Die Expertin empfiehlt Krebspatienten:

   - ausgewogene und normale Ernährung
   - bewusst leben
   - so viel Bewegung wie möglich
   - auch mal genießen! Schokolade oder Kuchen sind kein Tabu

Den kompletten Vortrag von Dr. Jutta Hübner sowie ein Podiumsgespräch zwischen ihr und der Schauspielerin und Referentin Kathrin Spielvogel, die selbst an Krebs erkrankte, finden sich auf www.tk.de (Webcode: 646646). Beide Filme bieten eine Orientierung über komplementäre Behandlungsmethoden bei einer Krebsdiagnose. Weitere Informationen zur „Komplementärmedizin für Krebspatienten“ sind in einer Broschüre zusammengefasst (Webcode: 621536).

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