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Avocadoöl – der gesunde Alleskönner

Besonders hoch erhitzbar: Öl aus dem cremigen Fruchtfleisch der Avocado. Foto: © Hensel / Wirths PR
Besonders hoch erhitzbar: Öl aus dem cremigen Fruchtfleisch der Avocado.
Foto: © Hensel / Wirths PR

Haben Oliven-, Sonnenblumen- und mittlerweile auch Walnuss- und Kürbiskernöl unsere Supermarktregale erobert, ist Avocadoöl zu Unrecht ein Außenseiter geblieben. Naturbelassenes, kaltgepresstes (natives) Avocadoöl ist das milde, cremige Öl aus dem Fruchtfleisch reifer Avocados. Avocados schmecken nicht nur lecker in Salaten und Dips, sondern sind auch wichtiger Bestandteil hochwertiger Kosmetika.

Das leicht butterige Aroma des Avocadoöls harmoniert hervorragend mit Gemüse, Salaten, Käse, Fleisch und Fisch. Zusammen mit fruchtigen Essigen oder Aceto Balsamico lassen sich kreative Saucen zaubern, die jedem Salat das gewisse Etwas verleihen und die einzelnen Zutaten harmonisch verbinden.

Gegenüber seinen Konkurrenten hat es einen entscheidenden Vorteil: Sein Rauchpunkt liegt erst bei 255 °C. Das heißt, es ist wesentlich höher erhitzbar als die meisten anderen nativen Öle. Durchschnittlich liegen deren Rauchpunkte zwischen 130 °C und 160 °C. Native Öle bieten zwar gesunde Inhaltsstoffe und punkten mit vollmundigem Geschmack, sind aber zum Braten weniger geeignet. Werden sie zu stark erhitzt, entstehen schädliche Transfette, da die Fettsäuren im Öl zerstört werden. Die Industrie hat ein Verfahren entwickelt, Öle hitzebeständiger und haltbarer zu machen: die Raffination. Dabei werden die Öle heißgepresst und meist mit Chemikalien behandelt. Unerwünschte Begleitstoffe, die Einfluss auf Geruch, Geschmack und Farbe haben, werden dabei entfernt. Durch die Raffination wird jedoch der Anteil des antioxidativ wirkenden Vitamin E und einiger anderer gesunder Substanzen verringert.

Avocadoöl wird nicht raffiniert. Es ist aufgrund des hohen Gehaltes an schützender Ölsäure von Natur aus hitzestabiler. Mit Avocadoöl kann man also richtig scharf anbraten, sodass sich sofort „die Poren schließen“. Fleisch wird dadurch saftig und zart, Gemüse saugt sich nicht voll Fett, bleibt knackig und kalorienarm.

Tsatsiki mit Oliven

Tsatsiki mit Oliven Foto: Wirths PR
Tsatsiki mit Oliven
Foto: Wirths PR

Tsatsiki mit Oliven
(für 4 Personen)

1 Salatgurke
2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Dill
einige Zweige Minze
500 g Sahne Joghurt
5 EL natives Olivenöl extra
Pfeffer
Salz
1 Glas schwarze Oliven
250 g Fladenbrot

Die Salatgurke waschen und grob raspeln, Knoblauchzehen abziehen und auspressen. Dill und Minze mit kaltem Wasser abbrausen, abtropfen lassen und fein wiegen. Die geraspelte Gurke unter den Joghurt heben, mit Knoblauch, Dill, Minze und Olivenöl verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dazu schwarze Oliven und Fladenbrot reichen.

Pro Person: 553 kcal (2314 kJ), 10,7 g Eiweiß, 39,5 g Fett, 38,7 g Kohlenhydrate

 

Spargel mit Lachsfilet und Zitronengras-Sauce

Spargel mit Lachsfilet und Zitronengras-Sauce Foto: Wirths PR
Spargel mit Lachsfilet und Zitronengras-Sauce
Foto: Wirths PR

Spargel mit Lachsfilet und Zitronengras-Sauce
(für 4 Personen)

1 kg mehlig kochende Kartoffeln
1 kg Spargel
1 TL Butter
Zucker
Salz
800 g Lachsfilet
Saft von 1/2 Zitrone
100 g Butter
150 ml Spargelsud
100 ml Sahne
Muskat
1 Schalotte
2 Stängel Zitronengras
2 EL Weißer Burgunder
250 ml kalte Gemüsebrühe
30 g Weizenmehl
3 Eigelb
1 Prise Salz
Pfeffer
Muskat
1-2 EL Zitronensaft
1 Schuss Weißer Burgunder
2-3 EL Sahne
1 Flasche Weißer Burgunder (Deutsches Weintor eG)

Die Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser gar kochen. Spargel vom Kopf bis zum Fußende mit einem scharfen Messer dünn schälen und die Endstücke großzügig abschneiden. In einem hohen Spargeltopf Wasser erhitzen, Butter, 1 TL Zucker und 1 Prise Salz zugeben und die Spargelstangen hineinstellen. Darauf achten, dass die Köpfe gerade aus dem Wasser ragen. Je nach Dicke der Stangen 15 bis 20 Minuten kochen. Die Lachsfilets kalt abbrausen, trocken tupfen, leicht salzen und mit Zitronensaft beträufeln. In einer Pfanne 40 g Butter erhitzen und die Lachsfilets von beiden Seiten einige Minuten braten. Inzwischen die Kartoffeln abgießen und ausdämpfen lassen.

Durch eine Kartoffelpresse in einen Topf drücken. Spargelsud und Sahne zugeben, mit 1/2 TL Salz, 1 TL Zucker und etwas Muskat würzen und das Ganze mit dem Schneebesen solange schlagen, bis das Püree schön glatt ist. Für die Sauce die Schalotte abziehen und fein würfeln, das Zitronengras in kleine Stücke schneiden. In einem kleinen Topf 2 EL Wein und 2 EL Gemüsebrühe erhitzen, Zwiebelwürfel und Zitronengras zugeben. Das Ganze auf 1 EL Flüssigkeit reduzieren, durch ein Sieb gießen. In einem zweiten Topf Mehl mit der restlichen Gemüsebrühe glatt rühren.

Die Eigelbe unterziehen und die Sauce im heißen Wasserbad bis zum Eindicken mit dem Rührbesen schlagen. Dann die restliche Butter unter-rühren und die Holländische Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Zwiebel-Zitronengras-Sud zugeben und die Sauce mit Zitronensaft, Wein und Sahne abschmecken. Den Spargel mit Lachsfilet, Kartoffelpüree und Zitronengras-Sauce servieren. Dazu schmeckt ein kühles Glas Weißer Burgunder.

Pro Person: 1009 kcal (4224 kJ), 53,1 g Eiweiß, 67,0 g Fett, 46,8 g Kohlenhydrate

Damit das Spargelmenü nicht auf den Magen schlägt

Bei reichlichem Essen, insbesondere fetthaltigem, ist Artischocken-Presssaft ideal. Er wird aus frischen Artischocken gewonnen und hat einen herb-aromatischen Geschmack. Dem Saft werden wahre Wunderdinge zugesprochen. Verantwortlich dafür sind die im Saft enthaltenen Flavonoide und Cynarin, ein Verwandter der Kaffeesäure.

Diese Substanzen fördern den Gallenfluss, helfen somit bei Gallensteinen und unterstützen außerdem die Entgiftungstätigkeit der Leber. Der reichliche Gallenfluss fördert außerdem unseren Fettstoffwechsel. Auch bei Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen hat sich Artischocken-Presssaft als hilfreich erwiesen. Da er etwas bitter schmeckt, am besten mit Wasser oder Gemüsesäften mixen. Artischocken-Presssaft gibt es in Apotheken und Reformhäusern. Er sollte kurz vor der Mahlzeit getrunken werden.

Spargel mit Steaks, Kartoffelplätzchen und Bernaise

Spargel mit Steaks, Kartoffelplätzchen und Bernaise Foto: Wirths PR
Spargel mit Steaks, Kartoffelplätzchen und Bernaise
Foto: Wirths PR

Spargel mit Steaks, Kartoffelplätzchen und Bernaise
(für 4 Personen)

1 kg Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
7 EL Sonnenblumenöl
75 g durchwachsener Speck
150 g Mehl
1/2 TL Salz
1 EL fein gehackte Petersilie
1 Ei
1 kg Spargel
1 TL Butter
1 TL Zucker
1 Prise Salz
4 Lendensteaks (à 200 g)
Pfeffer
3 Schalotten
100 g Butter
3 EL Hensel Weisswein Essig
1 Prise Salz
weißer Pfeffer
4 Eigelb
5 EL Weißwein
1 Zweig Estragon
1 TL fein gehackter Kerbel
1 Flasche Dornfelder trocken (Deutsches Weintor eG)

Die Kartoffeln waschen und in der Schale in Salzwasser kochen. Für die Kartoffelplätzchen die Zwiebel schälen, fein hacken und in 1 EL Öl andünsten, den Speck fein würfeln und kurz mitdünsten. Die Kartoffeln schälen, durch die Presse drücken, in eine Schüssel geben und mit Zwiebeln, Speck, Mehl, 1/2 TL Salz, Petersilie und dem Ei gut vermengen. Aus dem Teig eine 5 cm dicke Rolle formen und diese in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. 3 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffelplätzchen darin ausbacken. Inzwischen den Spargel vom Kopf bis zum Fußende mit einem scharfen Messer dünn schälen und die Endstücke großzügig abschneiden. In einem hohen Spargeltopf Wasser erhitzen, Butter, Zucker und 1 Prise Salz zugeben und die Spargelstangen hineinstellen.

Darauf achten, dass die Köpfe gerade aus dem Wasser ragen. Je nach Dicke der Stangen 15 bis 20 Minuten kochen. Die Lendensteaks kalt abbrausen und trocken tupfen. 3 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rumpsteaks darin auf jeder Seite 3 Minuten braten. Anschließend salzen und pfeffern. Für die Sauce die Schalotten abziehen und ganz fein würfeln und in 1 TL Butter einige Minuten dünsten. Weisswein Essig, Salz und Pfeffer zugeben und die Flüssigkeit auf etwa 1 EL einkochen. Etwas abkühlen lassen. Die Eigelbe zugeben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen im Wasserbad vorsichtig erhitzen, bis die Masse cremig wird. Nach und nach die in Stücke gehackte Butter und den Wein zugeben und die Sauce mit etwas Estragon und Kerbel würzen. Die Steaks mit dem Spargel und den Kartoffelplätzchen auf Tellern anrichten und die Sauce dazu servieren. Dazu schmeckt ein Glas Dornfelder trocken von Deutsches Weintor eG.

Pro Person: 1093 kcal (4575 kJ), 66,2 g Eiweiß, 61,3 g Fett, 68,0 g Kohlen-hydrate

Gesundheits-Tipp:
Artischocke verbessert die Verdauung

Es heißt zwar immer wieder, Spargelrezepte seien besonders leicht, in der Spargelküche wird jedoch selten mit Butter gegeizt. Und das kann ganz schön auf den Magen schlagen. Hier hilft ein Verdauungscocktail aus 200 ml Tomatensaft und 2 EL Artischocken-Presssaft, z. B. von Schoenenberger, gibt es im Reformhaus. Die Wirkstoffe der Artischocke verbessern die Fett-verdauung und regen den Gallenfluss an. Da Artischocken-Presssaft etwas bitter schmeckt, mischt man ihn am besten mit Gemüsesaft. Damit dieser Gesundheitscocktail am besten wirkt, sollte er kurz vor dem Essen getrunken werden.

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