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Schluss mit Diätfrust: Einfach mal stressfrei essen

Diät MaßbandFoto: www.flickr.com/photos/foto_db/

Frust über Diätsünden verursacht Stress und schürt das Verlangen nach mehr Süßem

Übergewichtige hören immer wieder, dass ihr Problem einer einfachen Formel folgt: Wer viel Energie zu sich nimmt und wenig verbraucht, nimmt zwangsläufig zu. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf achten sie penibel auf ihr Essen, sparen mit fad schmeckenden Lightprodukten Kalorien ein und können kleine „Sünden“ kaum ohne ein schlechtes Gewissen genießen. Für viele gehören die Worte „Diät und Verzicht“ zum Alltag, teilweise bereits seit der Kindheit. Doch damit geraten sie in einen Teufelskreis, der dem Wunsch nach einer Gewichtsreduktion oft entgegensteht.

Wer sich permanent mit seinem Essen beschäftigt und Angst vor einer zu hohen Kalorienzufuhr hat, erhöht das eigene Stresslevel. Das wiederum fördert den Appetit und das Verlangen auf süß-fettige Speisen. Dauerhafter Stress ist einer der stärksten aber meist unbewussten Risikofaktoren für Übergewicht. Eine ständige Freisetzung von Stresshormonen begünstigt im Körper vieler Übergewichtsgeplagter einen Kreislauf, der zu einer Unterversorgung des Gehirns beiträgt. Um sich mit neuer Energie zu versorgen, signalisieren die grauen Zellen Appetit auf Süßes. Daneben schüttet der Körper vermehrt das Hormon Ghrelin aus, das als körpereigenes Antidepressivum, gleichzeitig aber auch als starkes Hungersignal wirkt. Neben den vielen Alltagsstressoren wird Essen so zu einem weiteren Ärger- und Frustfaktor. Und deren Bewältigung verlangt nach einem geeigneten „Trostspender“: in vielen Fällen süß-fettige Genussmittel.

Letztlich sind zwar die aufgenommenen Kalorien für die zusätzlichen Pfunde auf der Waage verantwortlich. Doch das grundlegende Problem sind weniger kalorienreiche Speisen als vielmehr die emotionalen Gründe, die zum übermäßigen Verzehr führen. Das Erkennen und Vermeiden von Alltagsstressoren sowie ein entspannter Umgang mit Essen hilft Übergewichtigen langfristig mehr als Kalorienzählen.

Einen tiefgründigen Einblick über die Zusammenhänge zwischen Übergewicht, Stress, emotionalen Essverhalten sowie weiteren Risikofaktoren erläutert die Fachinformation „Adipositas – Medizinische Grundlagen“.

Neue Wege beim Thema Abnehmen

(ots) – Einen Vorteil haben Diäten wie Paläo-Küche, Kohlsuppenwochen und Punkte zählen à la Weight Watchers: Wer es schafft, ein solches Programm konsequent durchzuziehen, schiebt unkontrolliertem Futtern den Riegel vor.

Aber es geht auch anders – nämlich ohne einseitige oder strenge Ge- und Verbote, berichtet PETRA, das Mode- und Beautymagazin Deutschlands, in der aktuellen Ausgabe (ab 7.5. am Kiosk): Moderne Lifestyle-Coaches wie der kalifornische Arzt Deepak Chopra, dessen Patienten anstelle von Kalorientabellen Achtsamkeitsübungen mit auf den Weg bekommen, sind zur Zeit total im Trend.

Chopras Kernthese: Oft essen wir aus Nervosität, Langeweile oder Frust und nicht, weil unser Körper Hunger hat. Je besser wir lernen, unsere wahren Gefühle zu spüren, desto leichter fällt der Verzicht auf Trostschokolade. PETRA schreibt: „Ein toller, ganzheitlicher Ansatz, der im hektischen Büroalltag allerdings nicht immer einfach in die Realität umzusetzen sein dürfte.“

Da funktioniert das pragmatische Konzept des deutschen Autors Ronald Schweppe, der das „Institut für achtsames Essen“ gegründet hat, leichter. Er schlägt vor, bei seiner „Minus-1-Diät“ ganz simpel jeweils eine Woche erst komplett auf Zucker, dann auf Fast Food und Snacks, dann auf Kaffee, später auf Milchprodukte, Weißmehl, Alkohol, Fleisch und zuletzt auf Zusatzstoffe zu verzichten – und zu notieren, ob sich Energie, Stimmung oder Gewicht verändern. So, sagt Schweppe, bekomme man heraus, was einem individuell gut tue und was nicht, statt mit Pauschaldiäten immer wieder in die Jo-Jo-Falle zu tappen.

Mehr aktuelle Food-Tipps im großen Body-Extra ab 7. Mai in der aktuellen PETRA. www.petra.de

Reis mit weniger Kalorien

(aid) – Mit einer einfachen, aber etwas langwierigen Kochmethode lassen sich beim Reis offenbar bis zu 60 Prozent Kalorien sparen, da er dann mehr unverdauliche Stärke enthält. Das zeigt eine Studie aus Sri Lanka, die Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft (ACS) in Denver, Colorado, vorstellten.

Reis enthält natürlicherweise Stärke, die vom Körper zum größten Teil verwertet werden kann. Sie wird im Dünndarm in Glukose und andere Einfachzucker gespalten und ins Blut aufgenommen. Resistente Stärke ist chemisch gleich aufgebaut, kann aber von Verdauungsenzymen nicht aufgeschlossen werden. Sie ähnelt den wertvollen Ballaststoffen, die den Dickdarm passieren.

Die Wissenschaftler hatten mit 38 Reissorten experimentiert, welche Kochmethode den Anteil an resistenter Stärke erhöht. Die Ausgangskonzentration lag bei 0,3 bis 4,65 Prozent. Ein „Rezept“ erwies sich als besonders effektiv: Die Wissenschaftler fügten dem kochenden Wasser einen Teelöffel Kokosnussöl zu. Dann wurde der Reis 20 bis 25 Minuten gekocht und für weitere zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahrt. Der Anteil an resistenter Stärke erhöhte sich auf das Zehnfache. Während des Kochens tritt das Öl in die Stärkekörnchen ein und verändert die Struktur, erklären die Wissenschaftler. So werden sie für die Verdauungsenzyme unzugänglich. Das Abkühlen fördert ebenfalls die Umwandlung in resistente Stärke.

Normalerweise hat Reis ungefähr 240 Kalorien pro Tasse. Mit der neuen Kochmethode könnten die aufgenommenen Kalorien laut Schätzungen um bis zu 50 bis 60 Prozent reduziert werden. Wenn man den abgekühlten Reis in der Mikrowelle erhitzt, wird er „schön locker“. Der Anteil resistenter Stärke verändert sich dadurch nicht wesentlich.

In Zukunft sollen Humanstudien folgen, um die besten Reissorten für diesen Zweck zu finden und dadurch Gewichtszunahme und Übergewicht entgegenzuwirken. Zudem stellt sich die Frage, ob auch andere Öle neben dem Kokosnussöl den gleichen Effekt haben. Es bleibt jedoch der Nachteil, dass diese Kochmethode viel Zeit in Anspruch nimmt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

American Chemical Society (ACS), Pressemeldung vom 23. März 2015

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