Kategorie-Archiv: Hören

Tinnitus – Endlich Stille im Ohr?

Tinnitus, das quälende Ohrgeräusch, widersetzt sich bisher vielen Behandlungsversuchen. Nun berichten Forscher aus den USA über ein hoffungsvolles Konzept: Mit der sogenannten „repetitiven transkraniellen Magnetstimulation“ (RTMS) hatten sie in einer Studie mit 64 Teilnehmern gegen den Tinnitus Erfolg, heißt es in der „Apotheken Umschau“.

Bei dieser Methode lassen sich durch magnetische Wellen, die von außen auf den Kopf gerichtet werden, die Nervenzellen des Gehirns entspannen oder anregen. Tinnituspatienten zeigen eher eine erhöhte Aktivität in einem bestimmten Hirnbereich, die durch RTMS blockiert werden kann. Studien mit mehr Teilnehmern sollen das Ergebnis bestätigen.

Tag der Gehörlosen

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Wissenswertes rund um „Handwerker der Legion“ im LWL-Römermuseum in Haltern am See. Foto: LWL

Westfalen-Lippe (lwl). Anlässlich des Tags der Gehörlosen am Sonntag (27.9.) halten zahlreiche LWL-Museen spezielle Angebote für Menschen mit Hörbehinderungen bereit:

Im LWL-Römermuseum in Haltern am See erklärt ein Gebärdendolmetscher am Sonntag um 14 Uhr Wissenswertes rund um „Handwerker der Legion“. Die Führung eignet sich für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei. Gehörlose Besucher können das Museum ganzjährig mithilfe eines Video-Guides erkunden, der Video-Erklärungen in Deutscher Gebärdensprache spielt.
Weitere Informationen unter http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de.

Um die wechselvolle Geschichte der Paderborner Königspfalzen geht es am Sonntag um 15 Uhr in der Führung für Gehörlose im Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn. Begleitet von einer Gebärdensprachdolmetscherin erfahren Besucher, wie es sich im Mittelalter in den königlichen Palastanlagen lebte. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt.
Weitere Informationen unter http://www.lwl-kaiserpfalz-paderborn.de.

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Im Museum in der Kaiserpfalz begleitet eine Gebärdendolmetscherin die Führung. Foto: LWL

Auch im LWL-Museum für Archäologie in Herne können Menschen mit Hörbehinderungen regelmäßig an Führungen in Gebärdensprache teilnehmen. Der nächste Rundgang durch die Dauerausstellung beginnt am Samstag (26.9.) um 15 Uhr. Im Zeitraffer geht es bei „gesucht.gefunden.ausgegraben.spezial“ durch die Geschichte Westfalens – vorbei an monumentalen Grabanlagen, Überresten römischer Militärlager und Zeugnissen mittelalterlicher Lebensformen bis hin zum Bombenschutt des Zweiten Weltkriegs. Teilnehmer zahlen auch hier nur den Eintritt ins Museum.
Weitere Informationen unter http://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

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Das LWL-Museum für Archäologie in Herne widmet sich der Geschichte Westfalens. Foto: LWL

Mit der inklusiven Ausstellung „Leben in der Dunkelheit“ bietet das LWL-Museum für Naturkunde in Münster eine ganze Schau für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Auch ohne oder mit stark eingeschränktem Hörvermögen können Besucher hier noch bis 2016 Meisterleistungen der verschiedenen Sinne und clevere Überlebensstrategien in der Dunkelheit erleben. Hörbehinderte Menschen bekommen unter anderem über Tastmodelle, Riechstationen, Fühlboxen, Texttafeln und Filme mit Untertiteln Informationen rund um das Leben in der Dunkelheit. Der Audioguide zur Ausstellung verfügt zudem über eine Induktionsschleife, die sämtliche Audiobeiträge drahtlos auf das Hörgerät überträgt. Weitere Informationen unter http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de.

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„Leben in der Dunkelheit“ heißt die inklusive Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Foto: LWL

Im Vorfeld des Tages der Gehörlosen lädt das LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage am Samstag (26.9.) um 14 Uhr zu einer Führung in Deutscher Gebärdensprache durch die Sonderausstellung „In Serie – 150 Jahre Möbelindustrie in Westfalen“. Um vorherige Anmeldung wird unter 05232-9490 0 gebeten. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt.
Weitere Informationen unter http://www.lwl-industriemuseum.de.

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Das LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage bringt „In Serie – 150 Jahre Möbelindustrie in Westfalen“ auch Gehörlosen näher. Foto: LWL

Eine Gebärdendolmetscherin begleitet am Sonntag (27.9.) um 14 Uhr auch die offene Führung im LWL-Freilichtmuseum Hagen: Im Mittelpunkt des Rundgangs „Waschen, ziehen, wickeln“ stehen das historische Handwerk des Drahtziehens, die Verwendungsmöglichkeiten von Draht sowie die Bedeutung des Drahtziehens für die Region. Auch hier gilt: Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt. Weitere Informationen unter http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de.

 

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Im Mittelpunkt des Rundgangs „Wasche, ziehen, wickeln“ steht im LWL-Freilichtmuseum Hagen das Drahtzieher-Handwerk. Foto: LWL
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